Jahreshauptversammlung 2014

Am Samstag den 8. März fand die Jahreshauptversammlung des Hegerings Brilon, verbunden mit der Pflichttrophäenschau für Rehwild in der Schützenhalle Hoppecke statt.
Um die umfangreichen Neuanpflanzungen im Briloner Stadtwald vor überhöhtem Wildverbiss zu schützen, wurde konzentriert auf den gefährdeten Forstflächen gejagt.
Die Jäger des Hegerings Brilon sind in den vergangenen Jahren Ihrer Verantwortung im Zusammenhang mit Wald und Jagd gerecht geworden. Schon im Jagdjahr 2012/2013 wurden 87% mehr Rotwild im Hochsauerlandkreis und rd. 42% mehr Rehwild im Hegering Brilon als im Kyrilljahr erlegt. Den stärksten Bock der Schau erlegte Hermann Bödefeld im Revier Niederwald Feld.

Für 40 Jahre Mitgliedschaft wurde Antonius Heppe geehrt. Die Jäger Reinhard Bödefeld, Franz-Josef Weber und Hubertus Schulte sind seit 50 Jahren Mitglieder des Hegerings. Eine Ehrennadel für 60-jährige Mitgliedschaft ging an Ewald Biermann, Dieter Hogrebe und Dr. Claus Zöllner.
Bürgermeister Franz Schrewe betonte in seiner Rede die Einheit und das gewünschte gute Verhältnis zu den Briloner Revierpächtern. Der bestehende Konflikt zwischen der Jägerschaft und dem Forstbetrieb müsse auf sachlicher Ebene geklärt und beendet werden.

Volker Kraft kommentierte in seiner Rede den schwelenden Konflikt mit der Briloner Forstpartie, speziell mit dem Leiter des Forstamtes, Dr. Bub und betonte noch einmal die Kooperations-bereitschaft der Briloner Jäger, zu einem ausgeglichenen Wald-Wild-Verhältnis bei zu tragen.

Volker Kraft ist sich nicht sicher, ob der Leiter des Forstamtes Brilon, Dr. Gerrit Bub zu einem Dialog und konstruktiven Gespräch mit der Jägerschaft bereit ist. Das Verhältnis ist nicht nur durch ein unnötiges Gerichtsverfahren der Stadt Brilon gegen den Pächter des Reviers Wünnebecke belastet. Gerichts- und Anwaltskosten für verlorene Prozesse haben die Stadt Brilon insgesamt 36.062,54 € gekostet. Hier sind unnötig Steuergelder vernichtet worden, da in diesem Verfahren von der Forstverwaltung mit falschen Zahlen, falschen Gutachten und falschen Behauptungen der Stadtrat geblendet wurde.

Zusätzlich zu umfangreichen Mitteln aus Landes- und Bundeskassen zur Bewältigung der Schäden durch den Jahrhundertsturm Kyrill hat die Forstverwaltung nun auch noch die vertragliche Möglichkeit ausgelotet und genutzt, die Jagdpächter zur Zahlung von Schutzhüllen für die Neuanpflanzung heran zu ziehen.

Durch Androhung von Polizeijagden zur Durchsetzung überzogener Abschusszahlen, ständige Beantragung von Totalabschuss des Rotwildes im Bereich Hammerkopf, Hoher Eimberg und Dreis, Gerichtsverfahren und weiteren Repressalien gegen die Jägerschaft haben die Reviere der „Stadt des Waldes“ bundesweit ein Negativimage bekommen.

Neben den Einnahmen aus den momentan hohen Marktpreisen für Holz, profitiert das Stadtsäckel in nicht unerheblichem Maße von den kontinuierlichen Einnahmen aus den hohen Pachtpreisen für die traditionell hochpreisigen Briloner Eigenjagden. Über viele Jahrzehnte wurden die roten Zahlen des Briloner Forstes durch eingehende Jagdpachtzahlungen kompensiert.

Die Briloner Jäger sind zum Dialog bereit. Brilon, seine Bürger und auch die Jäger waren immer stolz auf ihren Wald und ihr Wild.

Bezeichnend für die momentane Stimmungslage war die Tatsache, das die Fichtenbäumchen zum Schmuck der Hoppecker Schützenhalle in diesem Jahr nicht aus dem Briloner Stadtforst kamen, sondern eine Spende eines Briloner Jägers war, der die Bäume aus Hessen ankarrte.
Das Forstamt hat seine Unterstützung für die Briloner Jäger eingestellt.

Der Hegeringleiter Volker Kraft und der gesamt Vorstand wurden ohne Gegenstimme in ihren Funktionen von der Versammlung bestätigt.